Was ist ein Mindset? Und wie Du Deines verbessern kannst

Was ist ein Mindset? Und wie Du Dein Mindset positiv verändern kannst!

„Es ist alles eine Frage der Einstellung“ – diesen Spruch hast Du wahrscheinlich schon oft gehört. Er soll einem Mut machen, mehr Selbstsicherheit verleihen. Doch wie funktioniert das? Und was genau ist eigentlich ein Mindset?

Der Begriff Mindset bedeutet: deine Einstellung, Denkweise oder Mentalität.

Wir alle haben ein Mindset. Und bei uns allen wurde es von Kindheit an bis heute durch zahlreiche Erinnerungen und Erfahrungen geprägt: Da gab es intensive Erlebnisse, da hörten wir Sprüche wie „Ohne Fleiß kein Preis“ oder lernten, über die „Schlechtigkeit der Welt“ zu jammern.

Was wir erlebt und erfahren haben, ist in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Und genau dort entfaltet es auch seine Wirkung.

Diese Wirkung kann positiv sein, uns aber auch hemmen – vor allem dann, wenn wir einige schlechte Erlebnisse gehabt hast. Doch keine Sorge: Wir alle können gezielt an unserem Mindset arbeiten und somit unseren Erfolg im Leben bewusst beeinflussen. Und glaub mir, auch Du kannst das.!

Angst, Mut und Motivation: Das Mindset im Detail

Erfahrungen prägen unser Denkverhalten. Dein Mindset sorgt dafür, dass Du in bestimmten Bereichen mutiger bis als in anderen. Bestes Beispiel: Ein Mädchen hatte immer Angst vor Referaten in der Schule. Sie war nervös, hat gestottert – die Klassenkameraden waren genervt und haben sich sogar lustig über sie gemacht. Dieses negative Erlebnis hat sich in ihr Gedächtnis eingebrannt. Bis zum heutigen Tage hält sie sich für eine schlechte Rednerin und meidet Situationen, in denen sie das Wort ergreifen muss. Wären ihre Erfahrungen hingegen positiv verlaufen, würde sie ihre Fähigkeiten jetzt selbstbewusst einsetzen.

Das Mindset filtert Deine Sicht auf die Welt, wie Du Deine Umgebung, aber auch Deine eigenen Talente wahrnimmst. Das Mädchen von damals ist heute vielleicht eine tolle Rednerin – doch die negative Erfahrung führt dazu, dass sie sich eher zurückzieht und wichtige Chancen ungenutzt lässt.

Bei mir, zum Beispiel, war es die Fremdsprache Französisch. Meine Lehrern hielt mich für völlig unbegabt, meine Eltern auch, und meine Noten waren katastrophal. Und ich? Bei mir hatte sich eingebrannt, dass ich vielerlei kann, aber nie, NIE Französisch lernen würde.

Dann ist unser Unternehmen von einer französischer Firma gekauft worden. Das war 20 Jahre nach meinem Abitur, bei dem ich wegen Französisch fast durchgefallen wäre). Zuerst waren unsere Meetings in Englisch. Das ging so halbwegs.

Nach ein paar Monaten versuchte ich, mal einen französischen Satz zu sprechen – und mein Chef verbesserte mich öffentlich. Wieder verstummte ich – für ein Jahr. Dann nahm ich mir wiederum ein Herz, begann Unterricht zu nehmen … und schließlich klappte es – nach 20 langen Jahren, in denen mein Mindset auf „Französisch unbegabt“ programmiert war. Hier übrigens mein Bericht, wie man Barrieren in einer Fremdsprache überwinden kann.

Die verschiedenen Arten des Mindsets

Experten unterscheiden  zwei verschiedenen Formen des Mindsets. Auf der einen Seite steht das „Growth Mindset“ (= wachstumsorientiertes Mindset), auf der anderen das „Fixed Mindset“ (= starres, unflexibles Mindset). Hast Du ein Fixed Mindset, tendierst Du dazu, einige Fähigkeiten als Talent zu bezeichnen. Wann immer Du an einer Aufgabe scheiterst, denkst Du, dass Dir die Begabung dazu offenbar fehlt und Du nichts dagegen machen kannst. Besitzt Du hingegen ein Growth Mindset, hast Du die Überzeugung, mit genügend Anstrengung alles erreichen zu können. Diese Einstellung sorgt nicht nur für ein geringeres Stresslevel, sondern verspricht auch mehr Erfolg. Die gute Nachricht: Ein Growth Mindset kann man lernen. Tendierst Du bis jetzt eher zum Fixed Mindset, hast Du die Möglichkeit, Deine Einstellung Schritt für Schritt zu ändern.

Sei geduldig mit Dir selbst

Dein Unterbewusstsein kannst Du nicht von heute auf morgen umprogrammieren. Du brauchst Mut, Geduld und Nachsicht mit Dir selbst. Wenn Du Dir häufig einredest, dass Du eine Sache nicht könntest, zu ungeschickt seist oder einfach kein Talent hättest… schiebe einen Riegel davor. Sei Deine eigene Motivation und feuere Dich selbst an. Sprich Dir Mut zu – Übung macht bekanntlich den Meister. Nur, weil Du jetzt eine bestimmte Aufgabe noch nicht perfekt meisterst, heißt das nicht, dass das für immer so bleiben wird. Stell Dir einen Profisportler vor. Niemand wird als ein solcher geboren – erst viel Übung, Selbstliebe und die richtige Einstellung sorgen dafür, dass man Spitzenleistungen erreicht.

Nimm Herausforderungen an

Ja, neue Herausforderungen machen Angst. Sie anzunehmen erfordert viel Mut und Motivation. Dennoch: Trau Dich und …

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… gib Dein Bestes. Wer Neues wagt, bewegt sich nach vorne und erzielt Fortschritte. Hast Du eine Aufgabe gemeistert, wirst Du gut drauf sein und Dir in Zukunft noch mehr zutrauen. Wenn es nicht klappt, hast Du eine wichtige und interessante Erfahrung gemacht, hast eine „Rückmeldung“ bekommen.

Wichtig ist, dass Du stolz auf Dich bist. Es muss nicht alles perfekt laufen – Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer. Kleine „Makel“, die man selbst stärker wahrnimmt als andere, sollen Dir den Mut nicht nehmen.

Sieh der Vergangenheit ins Gesicht

Es gibt da diese eine Sache, vor der Du Angst hast. Die immer schief gelaufen ist. Vor der Du am liebsten wegläufst, weil sie Dir sofort jeden Mut nimmt. Stopp! Ab sofort kehrst Du Deine negative Erfahrung in eine positive um. Geh auf Deine Angst zu und überlege Dir, wie Du es in Zukunft besser machen kannst. Halte durch und nimm Dir  Fehler nicht übel. Du wirst sehen: Je öfter Du eine Sache gemacht hast, desto leichter geht sie Dir von der Hand. So „überschreibst“ Du Deinen Erinnerungsschatz und verwandelst ein negatives Erlebnis in ein positives.

Sei offen für Neues

Wer Herausforderungen annimmt, lernt, auch mit Niederlagen umzugehen. Fehler und Rückschläge gehören zum Leben dazu. Du kennst das Sprichwort: Übung macht den Meister. Wenn Du etwas erreichen möchtest, kannst Du aktiv daran arbeiten und Deine Angst beiseite schieben. Viele Dinge fallen einfach nicht vom Himmel. (Und glaub mir, bei meinem Weg, Französisch sprechen zu lernen, gab es viele Momente, in denen ich fast den Mut verloren habe.)

Es ist wichtig, neue Wege zu beschreiten und Neues zu lernen – nur so gewinnst Du an Motivation und veränderst Dein Mindset positiv. Denke daran: Nur, weil etwas nicht sofort klappt, bedeutet das nicht, dass Du versagt hast. Manchmal reicht es, einen neuen Ansatz oder eine andere Methode zu wählen – und schon schaffst Du es.

Mehr Motivation: Lobe Dich für Deine Erfolge

Feiere jeden Erfolg – egal, wie groß oder klein er auch sein mag. Das pusht Deine Motivation, macht Dir Mut und vertreibt Deine Angst. Je mehr Du Dich für Deine Erfolge lobst, desto tiefer brennt sich die positive Erfahrung in Dein Unterbewusstsein ein. Das wiederum verändert Dein Mindset positiv und stärkt Dein Selbstvertrauen.

Das Mindset im Berufs- und Privatleben

Gut drauf sein, mehr Mut und Motivation haben – all das kommt Dir im Alltag zugute. Die richtige Einstellung bringt Dich im Berufs- und Privatleben weiter. Neue Herausforderungen entstehen in jeder Situation. Die Kunst ist es, mit ihnen umzugehen – auch, wenn es nicht auf Anhieb perfekt klappt. Wenn Du aktiv an Deinem Mindset arbeitest und kleine Schritte machst, wirst Du Dich zu einem glücklicheren Menschen entwickeln. Du wirst weniger Angst und mehr Selbstbewusstsein im Beruf haben, Deine Wünsche im Privatleben verwirklichen und insgesamt gut drauf sein. Dein Stresslevel wird sinken und neue Herausforderungen werden Dir auf Dauer keine Angst mehr machen – ganz im Gegenteil. Motivation und Mut sind eine Frage der Einstellung, das ist klar. Doch neue Fähigkeiten und Gedankengänge lernst Du nicht über Nacht. Liebe Dich selbst und habe Geduld mit Dir – dann folgt Dein Mindset automatisch.

Und jetzt Dein Kommentar! Ich freue mich schon, etwas über Dein Mindset zu erfahren!! Kommentieren kannst du gleich hier!

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