Krisenstimmung! 7 Ideen, wie Du aus einer Krise herausfindest – und auch noch gestärkt wirst

Augen zu und durch? Es gibt bessere Wege aus der Krise!

Jeder, oder sagen wir mal, fast jeder fällt irgendwann mal in eine Krise.

Wobei der Grad der Krise für jeden von uns sehr unterschiedlich ist. Den einen stürzt schon in eine Krise, wenn die Kassiererin im Supermarkt zweimal hintereinander unfreundlich ist. Den anderen haut erst ein Job-Verlust so richtig aus der Bahn.

Von der Psychologie wissen wir, dass jeder das Recht hat, als Krise zu empfinden, was er will. Wenn Du also gerade in einer Krise bist oder Dich in einer Krise fühlst, lies einfach weiter.

Ich selbst habe natürlich einige Krisen hinter mir (ich bin schließlich über 40 ;), ich weiß also wovon ich spreche. Am schlimmsten finde ich, dass man von einer Krise so unerwartet überrumpelt wird. Dass man sich einfach nicht darauf vorbereiten kann.

Was mir am meisten geholfen hat? Als jemand zu mir gesagt hat: „Andrea, das wird nicht die letzte Krise sein, in der Du bist. Also, was tun wir jetzt, um sie zu überwinden?“ Auweia, und ich dachte damals: „Ist das alles schlimm, da komm ich nie mehr im Leben raus.“ Aber natürlich habe ich aus der Krise herausgefunden. Genau wie Du Deine Krise überwinden wirst. Deshalb gibt es jetzt die wichtigsten Tipps:

 1. Versuche die Krise als Herausforderung zu sehen!

Wir Menschen sind so widerstands- und anpassungsfähig, dass wir aus praktisch jeder Krise wieder herausfinden. (Ja, ich weiß, es gibt Ausnahmen, aber die sind so unglaublich selten, dass sie hier jetzt keine Rolle spielen.)

Deshalb lautet mein erster Tipp: Versuche die Krise eher als Herausforderung zu sehen. „Als Herausforderung soll ich diese Schei… sehen?“, denkst Du jetzt. Ja! Überlege Dir am besten, was Dir Deine Krise sagen will. Denn kluge Leute wie der große Autor Max Frisch sagen:

„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen!“

Wie ist das zu verstehen? Ich habe selbst erlebt, wie eine Krise bei mir neue Ideen und neues, besseres Verhalten bei mir ausgelöst haben. Dinge, an die ich vor der Krise einfach nie gedacht habe. Leider kann man das erst nach der Krise feststellen. Deshalb bitte ich Dich zu lernen: Wenn Du Deine Krise überwunden hast, wirst Du stärker sein. Nichts in Deinem Leben stärkt Dich so wie eine überstandene Krise, versprochen! 

Klar ist es leicht, später einmal an die Krise zu denken und das Vorteilhafte daran zu sehen. Doch jetzt musst Du erst mal durch. Deshalb lautet mein zweiter Tipp:

2. „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“

Aus seiner Lebenserfahrung heraus konnte Friedrich Hölderlin diesen Satz sagen. Und ich stimme ihm zu – aus meiner Erfahrung. Du kannst auf die Kraft des Lebens vertrauen. Deine Frage heißt jetzt: „Wo finde ich das Rettende?“

Überlege mal, wer Dir helfen kann. Führe viele Gespräche. Am besten auch mit Menschen, die nicht ganz so nah um Dich herum leben. Es ist immer wieder erstaunlich, was andere Menschen wissen. Alle Menschen verfügen über einen Erfahrungsschatz, der Dich weiter bringen kann. Der Pförtner, Dein Hausarzt, die Sekretärin, Dein (eigentlich unliebsamer) Schwager, die Kindergärtnerin, der Fitness-Trainer, die Dame von der Familienhilfe-Stelle … Höre gut zu und greife ihre Inspirationen auf. Also das, was Dir gefällt, und das, was zu Dir passt.

3. Was hilft noch?

Wichtig zu wissen: Du kannst nur in dem Bereich aktiv werden, den Du selbst beeinflussen kannst. Also in Deinem Einflussbereich. Du kannst die äußeren  Umstände (bestes Beispiel: das Wetter) einfach nicht beeinflussen. Da heißt es jetzt: mal loslassen. Klar, ich weiß, dass das nicht einfach ist. Aber wenn Du Deinen Fokus, also Deine geballte Aufmerksamkeit, auf Deinen Einflussbereich lenkst, gelingt Dir das leichter.

Deine Frage lautet jetzt: Wie kann ich mich besser fühlen?

Schnappe Dir Papier und Stift (oder schreibe auf dem Smartphone) und notiere Deine Ideen. Ein Beispiel: Du kannst Dir Bücher besorgen, die das Thema Deiner aktuellen Krise behandeln. Hier findest Du meine Hitliste für mögliche Krisen!

Bei Liebeskummer: Goodbye Herzschmerz von Elena-Katharina Sohn (danke an Martina!)

Bei Krisen im Job: Karriere-Krise, ein Karten-Set von der britischen „School of Life“

Bei Krisen in der übervollen Wohnung: Feng-Shui gegen das Gerümpel

Bei Outfit-Krisen (nur für Frauen): der unvergleichliche Style-Ratgeber von Ines de la Fressange

Und bei allen Krisen: Die Kunst des guten Lebens von dem Schweizer Rolf Dobelli (merci an Herrn Förster!).

Du kannst Dir Filme auf DVD besorgen, die Dich weiterbringen.

Mein Alltime-Film ist „Ocean’s 8“:  Denn darin tun sich acht Frauen (alles Expertinnen, versteht sich) zusammen, um einen super Coup zu landen. Die haben’s echt drauf und ihr Mut und ihre Abgebrühtheit machen mir Mut, nicht zu brav zu sein ; ) und mal an ganz andere Alternativen zu denken. (Mein Geliebter meint, das habe Sandra Bullock alles von ihrem Bruder gelernt, George Clooney in „Ocean’s 11“. Naja, er hat nicht ganz unrecht – und Brad Pitt war auch dabei!!).

Du kannst Seminare besuchen (oder Dir erst mal eines aussuchen, das Du bald besuchen wirst). Dafür eignet sich immer das Programm der „Volkshochschule“ (Bildungszentrum, oder wie immer die nächste öffentliche Bildungseinrichtung in Deiner Nähe heißt). Die Leute machen gute Arbeit, sie werden oft unterschätzt!! Hier kannst Du etwas in Deiner Nähe (oder online) finden.

Online-Angebote finde ich in Deutsch am besten bei dem Berufsnetzwerk „Linked-In“. Besonders geeignet, wenn Du schnell etwas lernen möchtest!

Wer fit in Englisch ist, wird mit den Kursen von der Elite-Uni in Massachusetts (Du lieber Himmel, diese Stadt ist noch schwerer zu schreiben als auszusprechen 😉), bedient.

Und meine Lieblinge finden sich auf dem US-Portal „Master Class“ mit Videos auf Youtube.

4. Erinnere Dich an Deine alte Stärke!

„Andrea, Du hast ja keine Ahnung!“ wirst Du mir jetzt sagen, „gerade jetzt fühle ich mich so schwach wie nie!“ Und ich sage Dir: „Doch, ich habe Ahnung, wie Du Dich fühlst. Erinnere Dich trotzdem an Deine alten Stärken!“

Erinnere! Dich! An! Deine! Stärke!

So geht’s: Wann hast Du mal etwas Herausforderndes getan? Was hat Dir dabei geholfen? (Ich, zum Beispiel, friere in Krisenzeiten immer ungemein. Da heißt es: Her mit der Ski-Unterwäsche, damit ich vor Angst und Krise nicht auch noch vor Kälte schlottere 😉). Was hast Du in Deinem Leben schon geschafft? Die Führerschein-Prüfung, einen Schul-Abschluss, wann hast Du Dich richtig überwinden müssen, etwas zu tun – und hast es dann trotzdem getan? Mach eine kleine Stärken-Sammlung, am besten aufschreiben!

5. Achte auf Deinen Körper!

In anspruchsvollen Zeiten (und was kann anspruchsvoller sein als eine Krise?) heißt es: immer wieder zur Ruhe kommen. Denn aus der Ruhe heraus kannst Du überlegter handeln. (Einfach zum Mitmachen ist die deutsche Anleitung auf Youtube von Madi Morrison. Fühlst Du Dich nervös und zittrig, kannst Du

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Baldrian aus der Apotheke nehmen oder Dich dort beraten lassen. Die neuen Lavendel-Produkte sind vielversprechend (danke an Ronald).

Das beste „Entspannungsmittel“ ist jedoch: körperliche Bewegung. Also vergiss bei allen Dramen nicht, Dich mindestens 30 Minuten am Tag zu bewegen. Wenn Du keinen Partner zum Federball, Squash, Fußball oder anderen Sportarten findest, geh einfach raus und mache einen 30-Minuten-Spaziergang in flottem Tempo.

Du weißt eh schon, dass körperliche Bewegung unser vegetatives Nervensystem beruhigt und Spannungen im Körper auflöst oder minimiert. Also, los geht’s.

Trinkst Du genug? Trinke gleich morgens ein Glas Leitungswasser und denke daran, dass dieses Wasser wie Deine innere Dusche wirkt.

Tu Dir mehr Gutes als sonst: eine Maniküre/Pediküre beim Profi oder ein Besuch beim Friseur (Anne, meine Lieblingsfriseurin, leider nur in Nürnberg: https://www.frisuren-wesser-ruppert.de) wirkt erstaunlich gut. Oder sich trauen, mal eine Thai-Massage auszuprobieren? Nur zu! Jetzt ist die Zeit, in der Du Neues ausprobieren solltest.

Ich kaufe mir in schlechten Zeiten auch ein „Kraft-Parfüm“. Und zwar in einer schweren Glasflasche. Die nehme ich morgens im Bad in die Hand, fühle die verheißungsvolle Schwere und sprühe den Duft wie in einem großen Regenbogen über mich. Mmmmh, das gibt Kraft und Energie! (mein Liebling zur Zeit, Si von Armani, Le parfum in der schweren Flasche).

6. Was ist noch gut – trotzdem?

Augen auf! Jetzt gibt es wieder eine Hausaufgabe für Dich: Was ist noch gut – trotz Krise? Suche täglich 3 „Dinge“ oder Erlebnisse, die trotz Krise in Deinem Leben noch gut sind. Das kann Vogelgezwitscher am Morgen sein, ein nettes Wort einer Kollegin, Deine köstlich warme Bettdecke, die Kraft Deiner Beine, Dein wohl gefülltes Bücherregal, und so weiter. Viele andere Kleinigkeiten doer sogar Großes.

7. Die Top-Frage: Als wer willst Du in Erinnerung bleiben?

Diesen Tipp habe ich von Spitzen-Coach Monika Scheddin, München (im Link geht’s zum Interview mit ihr.

Die Beantwortung dieser Frage führt mich durch die fettesten Krisen. Ein Beispiel: Dein Partner/-in verlässt Dich. Schlimmer gibt’s selten. Du bist am Tiefpunkt. Im Kopf weißt Du hoffentlich, dass Du das überleben wirst. Irgendwie. Aber wie genau? Du überlebst die Krise, weil Du am Ende ein Licht siehst, oder einen Leuchtturm. Das Licht bedeutet: die Erleichterung, die Krise überwunden zu haben. Du ahnst also Dein Ziel, den Leuchtturm, das Licht und verhältst Dich im Sturm der Krise nun so, wie Du am Ende wünscht, Dich verhalten zu haben. Klingt kompliziert.

Ein Beispiel? Möchtest Du – im Rückblick – wochenlang nur geheult haben? Möchtest Du, Dich nur noch von Junk-Food ernährt haben? Möchtest Du Dich monatelang zu Hause versteckt haben (und auch noch 3 Kilo zugenommen haben)? Möchtest Du eine angemessene Trauerzeit gehabt haben, doch währenddessen einige schöne Erlebnisse gehabt haben? Es ist Deine Wahl, Dein Leben, Du bist der Chef, wie Du schließlich in Erinnerung bleiben willst. Bei den anderen, aber vor allem bei Dir selbst.

Die Zusammenfassung:

  1. Versuche die Krise als Herausforderung anzusehen
  2. Wo aber Gefahr ist, naht auch das Rettende
  3. Was hilft noch? Bücher, Filme, Seminare
  4. Erinnere Dich an Deine alte Stärke
  5. Achte auf Deinen Körper – Trinken, Essen, Bewegung, Meditation
  6. Was ist noch gut – trotzdem?
  7. Die Top-Frage: Als wer will ich in Erinnerung bleiben?

Und jetzt heißt es: Augen auf und ab durch die Krise. 

Hat Dir ein Tipp von mir geholfen? Hast Du andere Ideen und Erfahrungen? Wie kamst Du durch eine Krise? Schenke mir bitte Deinen Kommentar. Ich freue mich!

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